Übers Aufräumen und aufgeräumt fühlen

Lebst Du im „kreativen Chaos“? Und du genießt das aus tiefstem Herzen, hast wunderbare Ideen, alles läuft wie von selbst. Kennst Du das? Ja? Ich meine JA? Dann genießt du jetzt meine tiefste Bewunderung.*knicks*

Photos: http://blog.stylizimo.com/

Bei mir ist das alles ein bisschen anderes. Im „kreativen Chaos“ würde bei mir gar nichts mehr gehen, weil ich ohne Plan und die dafür nötige Ordnung kaum was Brauchbares zustande bekomme. Und das lässt sich eben auf alle meiner Lebensbereiche übertragen. Ich brauche einen Plan, zumindest eine Richtung, bestenfalls ein Konzept. Und die dafür nötige Ordnung. Dann läuft alles wie von selbst. Dann ist’s drinnen wie draußen. Funktioniert einfach prächtig.

Photos: http://blog.stylizimo.com/

So ein Blog, oder zwei, sind ganz schön viel Spaß und Freude. Und auch ganz schön viel Arbeit. Das Schwierigste ist die Zeit die davon läuft. Und damit die Ideen, die vielleicht im Nichts versickern weil kaum aufgetaucht, nicht rechtzeitig festgehalten, und schon sind sie wieder verschwunden. Vergessen, vernachlässigt oder kaum beachtet. Und damit das nicht passiert und ich meine Gedanken etwas entlaste (Ideen-Fluten sind schön aber ein Zuviel davon verursacht bei mir Hektikflecken im Gesicht und leichte Schnappatmung) halte ich sie fest. Auf meinen Moodboards und in meinen Inspiration-Books. Davon habe ich ganz schön viele!

Photos http://www.emmabee.de/

Moodboards werden in Kommunikations- und Designberufen zur Visualisierung von Ideen und Konzepten benutzt. Damit lassen sich aber auch Urlaubsplanungen, Kreativprojekte oder Lebensträume ganz wunderbar „greifbar“ darstellen. Die kreativen Köpfe sprechen vom „Look and Feel“, etwas anfassen, spüren, fühlen. Wichtigstes Handwerkszeug bei der Erstellung eines Moodboards ist deine Intuition. Das Bauchgefühl wie etwas aussehen soll, welche Stimmung du erzielen möchtest, welche Gefühle angesprochen werden sollen. Ein Moodboard funktioniert bei der Verdeutlichung einer neuen Idee genauso wie bei einem neuen Farbkonzept für das neue Wohnzimmer. Und vielleicht ist dir am Anfang eines Projekts noch gar nicht so richtig bewusst klar in welche Richtung es gehen soll, aber wenn Du Dich von deinen Ideen und jeder Menge Bauchgefühl leiten lässt, dann wird es Dir immer bewusster. Schritt für Schritt.

Mein Moodboard besteht aus einem Brett aus dem Baumarkt. Weil ich weiße Hintergründe liebe, habe ich das Stück Holz in wenigen Minuten weiß lasiert. Es könnte aber auch grau, gelb oder sonstwie aussehen. Das entscheidest du. An diesem Brett befestige ich mit Tesa, Masking-Tape oder Pinnnadeln alles was mir in die Hände fällt und was mir dabei hilft eine Idee „greifbar“ zu machen. Schnipsel aus Zeitschriften, Fotos, Bänder, Stoffreste, Hölzer, Blumen, Wolle, Schriftmuster, Strukturpapier, und, und, und… Einfach anordnen, befestigen, wirken lassen. Neu arrangieren, Sachen wegnehmen, neues dazupinnen, verändern. Über Tage und Wochen hinweg verändert sich so ein Moodboard laufend. Oder wir komplett neu gestaltet. Probier es mal aus.

Photos: http://decor8blog.com/

In meiner Handtasche findest du immer die Mood-Board Variante to go: ein kleines Notizbuch gefüllt mit Schnipseln, Notizen, Stoffresten, Bändern, usw. Meine Inspiration-Books. Davon besitze ich so einige, meist geordnet nach Themen: Urlaub, Blog, Kreativprojekte, Kochen & Backen, Kinder, … So geht kaum eine Idee verloren und meine Gedanken sind freier für alles andere was das Leben noch so lebenswert macht.

Meine beiden Blogs leben von diesen Ideen. Eine Zeitschrift blättere ich immer mit Schere & Klebestift in der Hand durch. Dann wird gerissen, geschnippselt und geklebt. Alles was unbedingt ausprobiert, nachgebastelt oder -gekocht werden muss landet in den bunten Notizbüchern. Blog-Posts werden geplant, Ideen die mir in den unmöglichsten Situationen kommen, schnell aufgeschrieben. Klappt ganz wunderbar. Und mach frei, frei, frei!

Photos: http://www.emmabee.de/

Für die Inspiration-Books brauchst du lediglich ein Notizbuch. Es sollte schön sein, finde ich, damit du dich allein beim Anblick desselbigen schon freust und es kaum erwarten kannst es mit noch mehr Ideen und Gedanken zu füttern. Mit schönem Masking Tape lassen sich wunderbare Collagen gestalten und das Auge freut sich mit.

Ganz reizend ist dieses kleine Büchlein hier (erhältlich zum Beispiel hier):

Quelle: YouTube: SmashBook von K&Company

Und für alle die ihre Moodboards und Ideen am liebsten digital erstellen möchten: bei Polyvore anmelden und sofort Moodboards  am Computer erstellen.  Olioboard bietet eine App an, dann lassen sich auch via iPhone alle Ideen festhalten.

Viel Spaß beim Aufräumen in deinem Ideen-Schatzkästchen,

Birgit

2 thoughts on “Übers Aufräumen und aufgeräumt fühlen

  1. tolle Idee..ich habe mir bereits vor einigen Wochen meinen Kopf über dieses Thema zerbrochen. Mein Problem ist daß zuviel planen mich unter Stress setzt. Ich muß noch mein gesundes Mittelmaß finden. Dein Post gibt mir jetzt zumindest den Ansporn es zu versuchen😉

    Liebe Grüße,

    Frl. Zuckersüß

  2. liebes fräulein zuckersüß,
    ja, das kann ich auch gut verstehen… vielleicht hilft dir ja so ein board einfach dabei zu sammeln… es muss ja nicht gleich akribisch geplant werden… aber es bringt struktur rein und vor allem entlastet so ein board das hirn, finde ich😉.
    viel erfolg beim suchen und finden des mittelmaßes.
    liebe grüße,
    *bee

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